Ohne Zweifel gehört die EU auch wegen ihrer wirtschaftlichen Größe zu den bedeutenden Akteuren in der internationalen Zusammenarbeit. Deswegen sind verantwortungsbewusste Entscheidungen gefragt. Diese werden durch die Mitgliedsstaaten getroffen, welche in allen wichtigen Fragen abstimmen, die das außenpolitische Handlungsfeld betreffen. Besprochen werden diese in verschiedenen Gremien.
Ein wichtiger Faktor ist neben der gemeinsamen Außenpolitik natürlich auch die Sicherheitspolitik in – und außerhalb Europas. In den letzten Jahren entwickelte sich die Gemeinsame Außen – und Sicherheitspolitik (GASP) mit großer Schnelligkeit weiter. Manche Abstimmungen lösten auch Meinungsverschiedenheiten innerhalb der EU aus, doch dies bleibt nicht aus, wenn sich zahlreiche Staaten auf eine gemeinsame Vorgehensweise einigen sollen.
Mittlerweile unterstützt die EU die Polizei in Afghanistan, die palästinensische, bosnische und die kongolesische Polizei. Die Leistungen reichen von Ausbildungsmaßnahmen und logistischer Unterstützung bis hin zur Entsendung von Hilfstruppen. Das sind sozusagen die Werbeartikel der EU, die von der Welt registriert werden. Sie sorgte durch ihren Einsatz beispielsweise für die Sicherheit der Menschen in Bosnien und Herzegowina sowie für die erste sichere demokratische Wahl in der Demokratischen Republik Kongo.
Weiterhin sind einige europäische Staaten auch in anderen Staatenbünden aktiv, die weltweit tätig sind, wie zum Beispiel in der NATO oder in der UN. So ist die NATO etwa dazu bemüht, die Zusammenarbeit der Mitgliedsstaaten friedlich zu gestalten und freundschaftliche internationale Beziehungen zu pflegen. Ein Leitziel der NATO ist es auch, Konflikte friedlich zu lösen. Gemeinsam möchte man auch die Klimakatastrophe, die uns bevorsteht, eindämmen und es wird nach Maßnahmen gesucht, wie man umweltschonender produzieren kann. So sind beispielsweise die Forschungen im Themenfeld der erneuerbaren Energiequellen ein aktuelles Thema.
Auch in der Humanitären Hilfe ist die EU engagiert. So sollen Hilfemaßnahmen effizient umgesetzt werden. Aus diesem Grund haben die Staaten auch Hilfefonds eingerichtet, durch welche sie Ländern, die von einer (Natur-) Katastrophe betroffen sind, Hilfsmittel in Form von Geld oder auch Medizin bzw. Pflegepersonal oder militärisches Personal zukommen lassen können. Ein aktuelles Beispiel hierfür sind die Katastrophen in Haiti und Chile sowie die Situation in Afghanistan.




